LANA AP.MA and DR. EBNER – wird zitiert in die SÜDDEUTSCHE, einer führenden Zeitung in Deutschland, – PART I

Als Anwaltskanzlei sind wir stolz, der Süddeutschen Zeitung ein Interview geben zu dürfen. Im Artikel geht es um die Verstrickung der Deutschen Bank und die Steuertricks, die Epstein genutzt hat.

Tätigkeitsbereich der Kanzlei LANA AP.MA

Die Kanzlei LANA AP. MA ist im internationalen Recht tätig und regelmäßig mit Hauptstandort in Frankfurt am Main direkt in aufsehenerregenden Fällen wie der Epstein-Sache betraut.

Wir freuen uns, hier öffentliches Gehör zu finden. Im Kern sind wir allerdings eine internationale Wirtschaftskanzlei mit Schwerpunkt auf den USA.

Deutsche Bank und Epstein-Files-Komplex

Im Zeitraum von 2013 bis Ende 2018 / Anfang 2019 arbeiteten die Deutsche Bank und Epstein zusammen, wobei letzterer über 40 Konten bei der Bank unterhielt. Dies geschah, obwohl die Bank genau wusste, welchen Hintergrund dieser Kunde hatte. Nicht ohne Grund musste Sie 2020 ca. 150 Millionen USD an die Finanzaufsicht in New York zahlen. An die Opfer zahlte die deutsche Bank ca. 75 Millionen USD. Man möge sich nun fragen, warum eine Bank sich mit einem Kunden einlässt, der einen fragwürdigen Leumund besitzt. Die Antwort hierauf wusste schon der Römer: Pecuniam non olet.

Die Bank konnte viel Geld mit Epstein verdienen. Dieser ist nicht der einzige Kunde mit fragwürdigen Leumund. Erst als der Druck der Öffentlichkeit zu groß wurde, kündigte man die Geschäftsbeziehungen auf. Ist das üblich? Leider „ja“ – die Bank lässt sich nicht von Gefühlen leiten. Es geht nur um Gewinnmaximierung. Das nennt man Kapitalismus.

Verfahrenskomplex eine Seltenheit?

Was „in der Regel“ bedeutet? Es ist leider so, dass der Fall Epstein global betrachtet keine Seltenheit darstellt. Wir sehen vergleichbare Fälle häufig in Asien, Indien, China, Singapore – you name it. Junge Frauen aus der Arbeiterschicht werden mit Geld und einer angeblich besseren Zukunft zu sexuellen Handlungen gedrängt. Im Gegenteil zur Causa Epstein nehmen viele Justizsysteme solche Vorkommnisse nicht ernst bzw. kehren diese unter den Tisch. Als Beispiel könnte man Deutschland mit einer schlechten Justiz heranziehen. Aus der Praxis können wir berichten, dass Vergewaltigungsopfer häufig nicht ernstgenommen werden – es handelt sich um unbeliebte Fälle, die man seitens der Justiz am liebsten ignoriert oder eben unter den Teppich kehrt. Man darf nicht vergessen, dass Justizangehörige in der Regel verbeamtet sind und vom Staate ihre üppigen Bezüge erhalten – hier wird kein vernünftiger Mensch ernsthaft glauben, dass solche Menschen neutral ihre Aufgaben verrichten. Auch die Korruption greift in Deutschlands Justiz immer weiter um sich um. Kein Wunder, das Land scheint ohnehin in einer Abwärtsspirale gefangen zu sein.

Den Fall Epstein hätte es so in Deutschland nicht gegeben. Gerichte, Staatsanwaltschaft und Polizei hätte ihn unter den Teppich gekehrt, der Täter wäre ungeschoren davongekommen.

Epstein-Case nur in den USA möglich? 

Die US-Justiz ist in vielerlei Hinsicht überlegen. Auch in der Sache Epstein zeigt sie, nicht vor großen Namen zurückzuschrecken. In Deutschland hätte sich so etwas kein Gericht und keine Staatsanwaltschaft getraut, gegen Macht und Geld geht man in Deutschland nicht vor. Hier zeigt sich auch, dass die hohen Schadensersatzsummen durchaus ihre Berechtigung haben. In Deutschland, wo Vergewaltigungsopfer mit Schadensersatzsummer von 2500 EUR lächerlich abgespeist werden, wäre das nicht denkbar. Eine Einladung für jeden vermögenden Triebtäter. Das US System hingegeben gibt Opfern die Möglichkeit, vermögende Täter effektiv zu bekämpfen, nämlich indem man den Triebtäter ihren Wohlstand nimmt. Der Status der einziger Supermacht der USA erstreckt sich auch auf das Justizsystem der Staaten.

Was können wir daraus lernen?

Der Zustand der Justiz eines Staates lässt regelmäßig Rückschlüsse auf die allgemeine Verfassung eines Staates zu. Deutschland befindet sich im freien Fall, nach Merkels „Das schaffen wir“ im Jahr 2015 kommt nun 10 Jahre die nicht überraschende Erkenntnis: Das Land ist tot. Wen wundert es hier, dass sich auch die deutsche Justiz in einem maroden und kaputten Zustand befindet. So kommt es einmal mehr auf die vereinigten Staaten von Amerika an, deren Justizsystem auch in der Sache Epstein eine gute Figur abgibt, Widerstand zu den Herausforderer aus Asien zu leisten. Einmal mehr hat Europa offen versagt, wir lernen daraus: Geschichte wiederholt sich und wer das Justizsystem eines Landes vorrotten lässt, so wie es die deutsche Bundesregierung macht, der braucht sich nicht wundern, wenn das Land auch sonst immer weiter zerfällt. 

Autor

Dr. Stephan Ebner

Dr. Stephan Ebner, Esq., LL. B, Mag. Jur, LL. M, LL. M, Attorney-at-Law (NYS, USA), EU-Attorney-at-Law (Switzerland, Advokatenliste Kanton Basel-Stadt), Foreign Legal Affairs Attorney (TAIWAN, R.O.C.), Attorney-at-Law (Germany), Notary Public (NYS, USA) ist Rechts- und Unternehmensberater und Gründer von LANA AP.MA International Legal Services AG, mit Sitz in Basel-Stadt, Schweiz. Ein Schwerpunkt seiner Praxis liegt auf der Beratung in internationalen Rechtsfragen, hier insbesondere den Markeintritt in den USA und Asien und bei Unternehmenskäufen- und verkäufen. Mandanten sind insbesondere Unternehmen und Konzerne aus dem DACH-Raum, den Vereinigten Staaten von Amerika und Asien.

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